Polizeifunk – TETRA – Risiken noch nicht erforscht

Die Bürgerinitiative Bismarckstraße in Stuttgart hat auf Ihren Seiten folgenden Artikel zum Polizeifunk TETRA veröffentlicht:

Am 21.1.2009 berichtet die Stuttgarter Zeitung über die Inbetriebnahme des Polizeifunks TETRA und stellt dies als unproblematischen Fortschritt dar. TETRA ist eine gepulste Mikrowellenquelle wie alle Handys und Mobilfunkmasten, TETRA arbeitet bei ca. 400 MHz. Polizisten sind nun dauernd dieser Strahlung ausgesetzt, ebenso die Anwohner, die um den Strahlungsbereich der Funkmasten wohnen. Schon 2002 forderte die Gewerkschaft der Polizei, dass vor der Einführung die Gesundheits­risiken geprüft werden müssen:

„Der GdP-Bundesvorsitzende Konrad Freiberg fordert die Innenminister der Länder und des Bundes auf, vor der flächendeckenden Einführung des Digitalfunks mögliche Gesundheitsrisiken zu prüfen. Der Dienstherr müsse jedoch seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Beamtinnen und Beamten „umgehend” nachkommen. Freiberg: „Bisher wurden zwar umfangreiche Untersuchungen zu den Kosten, zur Technik und zu den Infrastrukturinvestitionen, jedoch nicht zu Gesundheitsrisiken durchgeführt….Bei der Entscheidung müssten jedoch auch die Folgen für die menschliche Gesundheit berücksichtigt und eine Risikobewertung vorgenommen werden, die sich auf gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse stütze.” (02.08.2002).

Polizeigewerkschaft warnt.pdf >>

Das wurde nicht gemacht. Wie bei UMTS wird wieder eine Technik eingeführt, ohne dass die Risiken ausreichend geprüft wurden. Das Bundesamt für Strahlenschutz gesteht das aktuell ein:

„Aufgrund des hier geschilderten unzureichenden Kenntnisstandes plant das BfS in Zusammenarbeit mit der BDBOS die Durchführung weiterer Forschungsvorhaben.” (Homepage , 12.12.2008) pdf. >>.

Weitere Dokumente:

Deutsche Polizei Heft 9/2002.pdf >>

Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg im “Öko-Test-Magazin”,
Gesundheitsrisiken durch Digitalfunk?.pdf >>

Pressemitteilung der GdP.pdf >>

Unabhängige Forschungen im Frequenzbereich von TETRA

Der digitale Polizeifunk TETRA, Ein Fachbeitrag von Dr. med. Hans-Christoph Scheiner,
Mitglied der Kompetenzinitiative, August 2008.pdf >>

Es gibt Erfahrungen mit TETRA in anderen Ländern. In Großbritannien erkrankten viele Polizisten durch den TETRA-Polizeifunk. Der Vorsitzende der Polizistenvereinigung von Lancashire machte eine Umfrage: 70% der Polizisten klagten über Beschwerden. Dazu zwei Untersuchungen aus England:

Wie Immissionen von TETRA-Basisstationen die menschliche Gesundheit nachteilig beeinflussen können, von Dr. Gerard J. Hyland.pdf >>

Erfahrungen mit TETRA-Bündelfunk in Großbritannien:
Fallbeispiele, von Andy Davidson.pdf >>
Quelle: Auszug aus dem Tagungsband „ElektroMagnetische Verträglichkeit Energieversorgung & Mobilfunk, 5. EMV-Tagung des VDB vom 22.–23. März 2006 in Stuttgart.”
Mit freundlicher Genehmigung von: Berufsverband Deutscher Baubiologen VDB e.V – www.baubiologie.net >>

Nur in Englisch: The inadequacy of the ICNIRP Guidelines governing human exposure to the microwave emissions from base-stations, von Dr. Gerard J. Hyland.pdf >>

Nicht nur die Erfahrungen aus England sind bedenklich, es liegen in diesen Frequenzbereichen um 400 MHz Forschungen vor, die biologische Effekte nachweisen (auf www.emf-portal.de sind die Zusammenfassungen abrufbar), z.B.
von Bachmann 2005, Hinrikus 2005, 2008.

In der Untersuchung
“Individual changes in human EEG caused by 450 MHz microwave modulated at 40 and 70 Hz” (2007) .pdf >>
kommen Bachmann et al. zu dem Ergebnis:

“450 MHz microwave exposure modulated at 40 Hz caused statistically significant changes in the EEG time variability (26.7% of subjects) and energy variations (13.3% of subjects). Changes in energy spectral distribution were statistically significant for the whole group. The main trend of changes was the increase in the EEG beta rhythm energy and the effect was more evident at the modulation frequency closer to the physiological EEG rhythms (40 Hz).”.pdf>>


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