Feb 28 2011

Zweite Frühwarnung der Europäischen Umweltagentur zu den Risiken des Mobilfunks

  • Stuttgarter BI meldet:

    McGlade

  • Beweislage für Tumorgefahr stärker als vor zwei Jahren
  • Erhärtete Beweislage erfordert Senkung der Grenzwerte
  • Schutzmaßnahmen für diskriminierte „Frühwarn“-Wissenschaftler gewährleisten

Prof. Jacqueline McGlades: Erklärung zu Mobiltelefonen anlässlich der Konferenz “Mobiltelefone und Gesundheit: Wissenschaft und Fragen der Rechtsordnung” in Washington D.C. am 15. 09. 200 9.pdf >>

Prof. Jacqueline McGlades: Statement on Mobile Phones for Conference on Cell Phones and Health.pdf >>

„Die Washingtoner Konferenz zu Mobiltelefonen hat gerade das aktuelle Beweismaterial zu den möglichen Gefahren im Zusammenhang mit Mobiltelefonen, insbesondere das mögliche Hirntumorrisiko, ausgewertet…Die Beweislage für ein Hirntumorrisiko ausgehend von Mobiltelefonen, obwohl immer noch sehr begrenzt und stark bezweifelt, ist unglücklicherweise stärker als vor zwei Jahren, als wir erstmalig unsere Frühwarnung herausgaben.“ (Prof. J.McGlade, EUA)

In Washington fand am 14./15. September eine Senatsanhörung zum Mobilfunk>> statt, parall zu einer Konferenz von Wissenschaftlern. In einer Erklärung anlässlich der „Washington-Konferenz Mobiltelefone und Gesundheit“  hat die EUA-Direktorin Prof. Jacqueline McGlade aufgrund der gegenwärtigen Beweis(!)lage die Umsetzung des Vorsorgeprinzips eingefordert. Sie verweist darauf, dass ein Warten auf Beweise zu sehr hohen Gesundheitsausgaben und wirtschaftlichen Kosten führen kann, wie es bei Asbest, bleihaltigem Benzin und Rauchen der Fall gewesen ist. Sie fordert u.a.:

  • Die Exposition gegenüber Elektromagnetischen Feldern ( EMF ) zu reduzieren, besonders gegenüber der Hochfrequenz der Mobiltelefone, und besonders die Exposition von Kindern und Heranwachsenden, die am meisten durch Hirntumore gefährdet sind.
  • Die wissenschaftliche Basis der gültigen EMF-Grenzwerte zu überprüfen, die schwer wiegenden Einschränkungen wie z.B. das Vertrauen in das thermische Paradigma (Ablehnung nicht-thermischer Effekte) haben, sowie die stark vereinfachenden Annahmen zur Vielschichtigkeit der Hochfrequenz-Exposition.
  • Wirkungsvolle Aufkleber und Warnungen zu den möglichen Risiken für Nutzer von Mobiltelefonen herzustellen
  • Mittel bereitzustellen, um die dringend benötigte Forschung zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Mobiltelefonen und den dazugehörigen Sendeanlagen zu finanzieren (ev. durch Zuschüsse der Industrie).

Prof. McGlade verweist auch darauf hin, dass „Frühwarn“-Wissenschaftler oft unter Diskriminierung, Verlust von Forschungsgeldern und unangebrachten persönlichen Attacken auf ihre wissenschaftliche Integrität leiden, wie es in vielen Umweltbereichen der Fall ist. Prof McGlade spielt damit auf die Inszenierungen der Industrie um angebliche Studienfälschungen an der Wiener Universität an. Dort sollen unbequeme Studien zurückgezogen werden. Sie ruft dazu auf, dass wissenschaftliche Verbände, Rechtsanwälte und Politiker über Schutzmaßnahmen nachdenken, wie die Gesellschaft einen größeren Schutz für Frühwarn-Wissenschaftler gewährleisten können.

Vodafone kontert mit Entwarnung

Vodafone geht nun mit einer Pressemitteilung in die Offensive gegen die zahlreichen Vorsorge – Warnungen der letzten Monate ( AUVA-Versicherung Österreich, Österreichisches Gesundheitsministerium und Ärztekammer, Europäische Umweltagentur, EWG (Environmental Working Group, USA), Senatsanhörung (USA)):

„Und auch die örtliche Temperaturerhöhung, die beim Gebrauch eines Handys in Teilen des Körpers entsteht, ist
geringer als 0,1 °C. Der Teilkörpergrenzwert berücksichtigt zudem den theoretischen Maximalfall. Das bedeutet: Ein Nutzer kann an sieben Tagen pro Woche jeweils 24 Stunden mobil telefonieren, ohne gesundheit­lichen Risiken ausgesetzt zu sein.“
(Vodafone – Pressemitteilung vom 22.10. 2009.pdf >>)

Wir fordern das Bundesamt für Strahlenschutz auf, zu dieser Vodafone – Erklärung Stellung zu beziehen.

 


Feb 28 2011

Handys unschädlich…

… das würden wir gerne schreiben, denn seit Jahren diskutieren Forscher Laien darüber, ob der Gebrauch von Handys schädlich ist und insbesondere auch darüber, ob die Strahlung das Risiko für Hirntumore erhöht.

Nun prüften Wissenschaftler des US-Nationalen Gesundheitsinstitutes erstmals an 47 Versuchspersonen, ob Handys die Aktivität einzelner Hirnareale beeinflusst.

Das Gehirn reagiert laut dieser Studie auf die Strahlung. Von den Geräten ausgehende elektromagnetische Felder steigern in zwei Hirnarealen in Nähe der Schläfe den Glukosestoffwechsel.

Regierung und Mobilfunkindustrie sprechen noch immer von Unbedenklichkeiten. Spannend in diesem Zusammenhang ist, dass 2009 insgesamt 1375 Menschen an den Folgen einer asbestbedingten Berufskrankheit starben. 16 Jahre nach dem Verbot des Dämmstoffes. Und damals wurde auch die Unbedenklichkeit bescheinigt, trotz gegenteiligem Wissen.


Feb 24 2011

Katrin Alpeter bei der Mobilfunk Ortsgruppe

Die Landtagsabgeordnete der SPD Katrin Altpeter machte sich am 18.02.2011 selbst ein Bild von der Belastung der Mobilfunkstrahlung. Hierzu hat sich Frau Altpeter bei der Ortsgruppe über die aktuelle Forschungslage informiert.

Beim Treffen “im Kuhstall” wurden gezielt die Problemfälle der letzten knapp 2 Jahre diskutiert. Frau Altpeter war sichtlich geschockt, als sie das eng beschriebenes DIN A4-Blatt mit Vorfällen sah, das Jörg Müller dazu vorbereitet hatte. “So viele Vorfälle?”, so die Landtagsabgeordnete.


Feb 24 2011

Strahlenwerte gemessen und mehr …

Vor rund zwei Wochen hat Dr. Gritsch vom TüV Süd die Strahlenwerte in Schwaikheim gemessen. In enger Zusammenarbeit zwischen unserer Ortsgruppe, Herrn Dr. Gritsch und der Gemeinde konnten 13 Messpunkte definiert werden.

Diese wurden noch am selben Tag vermessen.

In der Vorsimulation konnte bereits entdeckt werden, dass z.B. vom Masten in der Seestraße die größte Strahlenbelastung auf das Wohnhaus des Grundstücksvermieters zu sehen ist.

Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und wie diese im Vergleich zu den Salzburger Resolutionswerten aussehen werden, denn dass die Werte unter den viel zu hohen und in ganz Deutschland nirgends realisierten Grenzwerten sein werden, ist von vornherein klar. Spannend wird, wie die Werte im Kontext der nachgewiesenen Gesundheitsstörungen ausfallen.


Nov 29 2010

Strahlenbelastung für sich und andere verringern – so geht’s

Mit den nachstehenden Tipps können Sie die Strahlenbelastung für sich verringern:

Handy

Handygebrauch möglichst vermeiden; soweit unvermeidlich, Gespräche kurz halten!

Beim Versenden von SMS das Handy vom Körper fernhalten.
Nachts Handy ausschalten; wenn eingeschaltet, nicht in Kopfnähe aufbewahren!
Nicht in Fahrzeugen (Auto, Bus, Bahn) telefonieren: Das Handy wählt sich in jede neue Funkzelle ein und strahlt mit voller Leistung!
Nicht alle Headsets sind empfehlenswert!
Handy während des Gesprächsaufbaus nicht an den Kopf halten: Es strahlt in dieser Phase in der Regel mit maximaler Leistung!
Wenn andere per Handy telefonieren, einige Meter Abstand halten, um nicht mit bestrahlt zu werden! Entsprechend bei eigenen Telefonaten Rücksicht auf andere nehmen!

Schnurloses Telefon (DECT)

Schnurgebundene Telefone bevorzugen; Alternative wenigstrahlende DECT-Telefone mit „ECO-Mode +“ Das Telefon und seine Konsole strahlen dann nur wenn wirklich ein Telefonat geführt wird. Bei längeren Gesprächen wird jedoch auch hier das Gehirn stark belastet.


W-LAN / Bluetooth

Nicht verwenden; durch Kabelverbindung oder Strom-LAN ersetzen!

Elektrische Geräte wie DECT-Schnurlostelefone und W-LAN (schnurlose PC-Technik) nachts ausstecken – vor allem im Schlafbereich! WLAN kann oft auch über die Software oder Hardware des PC’s ausgeschaltet werden.


Mobilfunk-Mast in der Nähe

Bürgerinitiative unterstützen

Informationsveranstaltung durchführen!
Auf Kündigung des Vertrages hinwirken!
Auftretende Gesundheitsprobleme dokumentieren!
Abschirmungsmaßnahmen prüfen!

Tipps für elektrosmogreduzierte Kinderzimmer

Elektrosmog stresst den Organismus, ganz besonders den der Kinder und Jugendlichen. Besonders gefährdet ist die Schlafphase, die als Zeit der Regeneration benötigt wird. Deshalb auch sonst bedenken:

Radiowecker und CD-Player erzeugen (bis ca. 1m Abstand) starke Magnetfelder; Nachttisch- und Klemmlampen können starke elektrische Felder abgeben!
Auf Energiesparlampen (die hochfrequente elektromagnetische Felder abstrahlen), auf Leuchtstoffröhren, Niedervoltlampen und Dimmer verzichten!
Für 1,5 bis 2m Abstand zu Steckernetzteilen, Trafos und Ladegeräten sorgen! Diese ggf. aus dem Schlafzimmer entfernen!
Auf Babyphones verzichten!
Insgesamt: So wenig Elektrizität und Funkbelastung in Kinder- und Schlafzimmern wie möglich! Die Strahlenbelastung von außen und innen feststellen lassen.


Okt 23 2010

WLAN-Smog: Unnötige Strahlung

Diagnose-Funk.org berichtet auf ihrer Website:

Der Verkäufer im Swisscom-Laden in Aarau empfahl der Familie Wissler aus Oberentfelden AG den drahtlosen Multimediarouter mit dem Swisscom-TV-Abo. Und versicherte, dieser strahle nur ganz wenig …

Mehr dazu auf der Diagnose-Funk-Website


Okt 20 2010

Kirche setzt Zeichen gegen Mobilfunkmasten

Diagnose-Funk.org berichtet auf ihrer Website:

Vertreter der Gesamtkirchengemeinde und der Mobilfunkinitiative haben sich nach bisher drei Gesprächen unter der Moderation der Evangelischen Akademie Bad Boll auf nachstehendes Kommunique geeinigt …

Mehr dazu auf der Diagnose-Funk-Website


Okt 14 2010

Mobilfunk-Auswirkungen auf eine Schweinezucht

Diagnose-Funk.org berichtet auf ihrer Website:

Zusammenfassung der Beobachtungen des Landwirts Josef Hopper in seinem Schweinezuchtbetrieb von 2002 – 2010. Im Mai 2009 wurde in ca. 300 m Entfernung zum landwirtschaftlichen Anwesen von Josef Hopper …

Mehr dazu auf der Diagnose-Funk-Website


Okt 12 2010

"Blinde Kühe" ist kein Spiel

Diagnose-Funk.org berichtet auf ihrer Website:

Ein Bericht zum Vortrags- und Diskussionsabend am 05. Oktober 2010 in Nussdorf/Inn zu Erkenntnissen der Landwirte Hans Sturzenegger und Josef Hopper…

Mehr dazu auf der Diagnose-Funk-Website


Okt 11 2010

Mobilfunk und Krebs – Strafantrag gegen Grundstückseigentümer

Kürzlich berichteten wir vom neu formierten Widerstand aus Weiler zum Stein. Ausgelöst wurde dieser durch vermehrt auftretende Erkrankungen, die nun die Anwohner in einen Zusammenhang mit dem dort seit fast 10 Jahren bestehenden Mobilfunkmasten bringen.

Lässt sich diese Behauptung aufrecht halten?

Eine Umweltstudie im Auftrag der Steiermärkischen Landesregierung untersuchte rückwirkend Krebserkrankungen um einen Mobilfunksender (C-Netz, 450 MHz), der 13 Jahre in Betrieb war. Die Ergebnisse zeigen eine signifikante räumliche und zeitliche Häufung realer Krebserkrankungen. Bei Brust- und Hirntumoren erwies sich die Häufung als besonders drastisch und mit einer klaren Beziehung zur Strahlungsexposition (Leistungsflussdichte W/m²). Im Vergleich zur entfernteren Referenzgruppe (<10 μW/m² im Freien) war für die höchste Expositionsgruppe (>1000 μW/m² im Freien) das allgemeine Krebsrisiko bis zu 8-fach, das Risiko für Brustkrebs bis zu 23-fach und das Risiko für Hirntumoren bis zu 121-fach erhöht.
Krebs-Senderstudie der Steiermark


Wesentliche Ergebnisse
•    bis zu 8-fach erhöhte allgemeine Krebserkrankungen räumlich und zeitlich signifikant um einen MF-Sender
•    speziell Brustkrebs bis 23-fach erhöht
•    speziell Hirntumore bis 121-fach erhöht
•    mit einer klaren Expositionsbeziehung und tausendfach unter den Grenzwerten

Aufgrund steigendem Interesse, wie man Mobilfunkschäden geltend machen kann, bieten wir unter nachstehendem Link eine Leitfaden für den Schriftwechsel von Mobilfunkerkrankten mit den Behörden. Darin enthalten sind Fragebögen, Beispiel-Begleitschreiben und Erklärungen für ärztliche Meldestellen bis hin zum Strafantrag wegen Körperverletzung gegen Mobilfunkbetreiber und die Grundstückseigentümer.

http://tiny.cc/briefwechsel