Mobilfunkgrenzwerte im Ausland – eine Übersicht
Verschiedentlich werden wir zu den Grenzwerten im Ausland befragt. Aus diesem Grund sind hier einige Informationen zusammengetragen, die darstellen, wie Mobilfunkgrenzwerte im Ausland gehandhabt werden.

Quelle: Pixelio.de; Fotograf: andy-h
Prinzipiell dienen Grenzwerte dazu, die Bevölkerung vor schädlicher Strahlung zu schützen.
Deswegen bietet die Grundlage für die Grenzwerte der Europäischen Union die Empfehlung der ICNIRP (International Commission of Non-Ionizing Radiation Protection). Diese unabhängige Organisation, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Europäischen Union offiziell anerkannt ist, hat Empfehlungen für die maximale Belastung der Bevölkerung durch Mobilfunkstrahlung veröffentlicht.
Allgemein sind diese Werte akzeptiert, werden jedoch von Staat zu Staat unterschiedlich ausgelegt (der Staat entscheidet, ob er diese Richtwerte übernehmen möchte).
Deutschland und die Grenzwerte
Die Grenzwerte der einzelnen Ländern ist in dem Beitrag von Diplom-Ingenieur Ralf-Dieter Wölfle zusammengetragen. Hier finden sich auch Grenzwerte für mobile Geräte.
Innerhalb Europas “kocht jedes Land seine eigene Suppe”, wie die Aufstellung der Grenzwerte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aufzeigt.
Dass eine entsprechende Strahlung vorhanden ist, spürt jeder, der ein Handy besitzt und telefoniert. Das Phänomen der “heißen Ohren” zeigt, dass ein Mobiltelefon, das genutzt wird, den Kopf/Ohr deutlich stärker erwärmt.
Die Ohren werden “warm” und zwar
- bei einem halbstündigen reinen An-das-Ohr-halten (Gerät aus) um ca. 1,5 Grad Celsius,
- ist das Gerät in Betrieb, dann erzeugt es über den Verstärker und die Schaltungs-Komponenten eine zusätzliche Verlustwärme (jedoch ohne Aussendung einer elektromagnetischen Strahlung); diese bewirkt einschließlich des Isolationseffektes eine Erwärmung um ca. 2,2 Grad Celsius,
- ist das Handy im normalen Funk-Betrieb, d.h. Aussendung elektromagnetischer Wellen (HF-Einstrahlung), dann ergibt sich eine Temperaturerhöhung insgesamt um ca. 2,3 Grad Celsius
Verschiedentlich wurden die Auswirkung dieser Strahlen auf den Menschen kritisch beobachtet. Bei Tieren sind z.T. deutliche Einschränkungen sichtbar (z.B. Kalbsblindheit, Totgeburten etc.) – und bei Kindern gibt es mittlerweile die Empfehlung, Handys möglichst nicht (oder wenig) zu verwenden.
Die Grenzwerttabelle, die unserem Bereich “Forschungsstand” entnommen werden kann, zeigt auf, welche körperlichen Einschränkungen bei welchen Grenzwerten auftreten.
Aber selbst kritische und qualitätsgeprüfte Forschung stößt bei der Bundesregierung auf “taube Ohren”. Die Studie der Universität Wien wurde anonym von Fachkollegen geprüft und erlangt allerhöchstes Qualitätsniveau. “Wäre UMTS ein Medikament, es würde vom Markt genommen“, heißt es dort.
Trotzdem verschanzt sich die Regierung hinter der eigenen Forschung und den Ergebnissen, die 2008 präsentiert wurden, wonach Mobilfunk gänzlich unbedenklich sei für Erwachsene.
Gerne und häufig wird hier auch auf den Spiegel-Beitrag vom 17.06.2008 verwiesen, in dem die Unbedenklichkeit dargestellt wird. Wer den Artikel genauer liest, sieht, wer für die Kosten der Foschung aufkommt.
So heißt es dort wörtlich:
17 Millionen Euro standen den Wissenschaftlern insgesamt zur Verfügung, die Hälfte der Kosten wurde allerdings von den vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern getragen
Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

