Mobilfunk – Zensierte Arbeit
In den vergangenen Tagen gab es viel über die Ortsgruppe Schwaikheim des Mobilfunk Bürgerforums e.V. in der Tagespresse zu lesen.
Die Winnender Zeitung brachte am 17.2.2010 den Artikel “Verein erhebt Vorwurf der Zensur”, die Stuttgarter Zeitung veröffentlichte am 18.2.2010 “Bürgerforum fühlt sich vom Rathaus gegängelt” und am 20.2.2010 gab es noch zwei Leserbriefe in der Winnender Zeitung.
Alle Artikel finden Sie hier zum Download: Verschiedene Zeitungsartikel
Doch was führte dazu?
Die Wiederwahl von Bürgermeister Häuser, der zwar mit 57% der Stimmen als klarer Sieger hervorging, jedoch im Vergleich zum letzten Ergebnis mit über 80% der Stimmen eine herbe Schlappe einstecken musste, veranlasste uns, in unseren Beiträgen im Gemeindeblatt zu zwei Veröffentlichungen, die bestimmt nicht gerne gelesen wurden:
Direkt nach der Wahl veröffentlichten wir einen offenen Brief, in dem wir Herrn Häuser baten, das Wahlergebniss und die Wünsche von über 42% der Wähler nicht zu ignorieren. Diese Wähler wünschen sich eine Änderung in der lokalen Politik.
Wir haben in diesem Artikel unsere Punkte angebracht, den Wunsch nach der Strahlenkarte (die wir erfolgreich in Zusammenarbeit mit den Fraktionen auf den Weg bringen konnten) und wir haben Herrn Häuser aufgefordert, dem Beispiel erfolgreicher mobilfunkkritischer Arbeit in anderen Gemeinden zu folgen.
Im zweiten Artikel haben wir die Ergebnisse unserer Schwester-Ortsgruppe Baltmannsweiler (auch Mitglied im Bürgerforum) dargelegt und harte Vergleiche zur Arbeit unseres Bürgermeisters gezogen.
Damit wollen wir aus der Lethargie aufrütteln – es ist dringend nötig, sich nicht auf der Strahlenkarte auszuruhen, sondern im Gegenteil jetzt noch mehr Gas zu geben.
Herr Bartzsch, mit dem wir weder im Clinch stehen noch einen persönlichen Konflikt haben, hat uns auf die Länge unserer Artikel hingewiesen, die das Maß des Üblichen überschreiten und uns darauf hingewiesen, dass wir mit unseren Inhalten an Schwaikheim orientiert bleiben, also die Mobilfunkantenne im Dorf lassen sollen.
Wir sehen darin zwei Probleme:
1. Ein Hinweis nur auf das Internet grenzt zahlreiche ältere Mitbürger(innen) in Schwaikheim aus, die keine Möglichkeit zum Zugriff auf das Internet haben, aber trotzdem informiert werden wollen. Gerade in der Generation 60+ erhalten wir oft staunende Ungläubigkeit wenn wir über die Gefahren aufklären.
2. Auf keinen Fall werden wir “im Dorf” bleiben. Gerade die Anregung aus anderen Gemeinden kann Vorbildfaktor sein. Warum sollte Schwaikheim die Fehler machen, die andere Gemeinden erfolgreich vermieden haben? Hier erschließt sich uns auch nicht die Logik der Forderung.
Ja, wir wissen, dass es unangenehm sein kann, im Vergleich zu anderen Gemeinden hinterher zu hinken. Aber wollen wir stattdessen die Augen verschließen?
Zukünftig werden wir versuchen, die Vorgaben des Gemeindeblatts einzuhalten und kürzer zu schreiben. Trotzdem werden wir weiterhin den Finger in die Wunde stecken und die Aufklärungsarbeit leisten, die von Herrn Häuser an uns immer gelobt wird.
Und gerade einer der beiden Leserbriefe zeigt, wie dringend die Aufklärungsarbeit notwendig ist. Wir sind keine Mobilfunkgegner – wir sind kritische Menschen, die besorgt erkannt haben, welche gesundheitlichen Gefährdungen die derzeit genutzte Technologie birgt und versuchen für alle Bürger in Schwaikheim die ungefährlichste Lösung anzustreben.
Alle Leserbriefschreiber sind herzlich eingeladen, sich über uns ein Bild zu machen und in den direkten Dialog zu treten.
