Messergebnisse in Schwaikheim

Die umfassenden Meßergebnisse, die von der Gemeinde Schwaikheim in Zusammenarbeit mit unserer Ortsgruppe in Auftrag gegeben wurden, liegen nun seit dem 31. März 2011 vor. Neben der EMF-Belastung durch Mobilfunk wurden weitere Belastungen des Alltags gemessen, wie z. B. WLAN, elektrische Felder durch Neonröhren oder Energiesparlampen, Radio, Fernsehen, etc. Diese Felder belegen in anderen Frequenzbereichen eine zusätzliche Belastung für den menschlichen Körper.

Die Ergebnisse, die Dr. Gritsch vom TüV Süd vorlegt, entsprechen unseren Erwartungen: Die gemessenen Werte sind deutlich unter den in Deutschland gültigen Grenzwerten.

Ist das ein Grund zur Entwarnung oder gar zur „Entschuldigung für Panikmache“, wie sie von einzelnen Schwaikheimer Bürgern gefordert wird?

Nein!!!

Die umfangreichen Unterlagen von Dr. Gritsch haben leider die Betrachtung der Werte im Vergleich zu den geforderten Werten des B.U.N.D.s außer Betracht gelassen. Schade, denn das war Teil unserer Forderung.

Wir haben die Werte in Relation zu diesen gesetzt und unser Fazit zur Strahlenbelastung in Schwaikheim sieht gänzlich anders aus.

Die Werte in der Benzstraße/Max-Eyth-Str. liegen am höchsten. Die Belastung mit 33.616,976 μW/m² ist im Vergleich nur knapp unterhalb der im europäischen Ausland geltenden Grenzwerte. Schon bei 13.000 μW/m² verdoppelt sich die Zahl der Leukämievorfälle, schon ab 10.000 μW/m² entstehen DNA-Schäden. Im Vergleich dazu ist am Standort mit dem niedrigst gemessenen Wert (Kindergarten Panoramastraße, Garderobe) mit 9,549 μW/m² in einem „erträglichen Rahmen“, aber immer noch fast 10 Mal höher, als der geforderte Grenzwert des BUND.

Kindergarten Lessingstraße: Der gemessene Wert von 5.424 μW/m² liegt oberhalb folgender Effekte, die sich auf die Kinder dort auswirken können:
- Motorik und Gedächtnisstörungen bei Kindern
– Unfruchtbarkeit in Laborversuchen bei Mäusen
– Erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke

Dr. Gritsch schreibt als Fazit: „Das mittlere Belastungsniveau im Mobilfunkbereich an den Messpunkten der Gemeinde Schwaikheim ist mit im Schnitt 2,24% vom Grenzwert als unterdurchschnittlich zu bewerten“. Es bleibt: Die Belastung ist, wie oben ersichtlich, noch immer zu hoch. Die Grenzwerte in Deutschland sind deutlich zu hoch. Das Europäische Parlament (Wissensch. Direktion STOA, 2001) hat 100 μW/m² empfohlen – und selbst dieser Wert wird von den Fachleuten als bereits zu hoch eingeschätzt. Der BUND fordert 1 μW/m² als Grenzwert, die Salzburger Resolution geht von 0,01 μW/m² aus.

In Schwaikheim sind die gemessenen Werte um das 34.000fache höher, als der vom BUND geforderte Wert und 3.400fach höher, als die EU-Empfehlung.

Im Vergleich dazu ist lt. Prospekt von O² die Funktionalität bei 0,00005 μW/m² gewährleistet. dieser empfohlene Grenzwert.

Die gemessenen und gerechneten Werte in Schwaikheim sind 672-Millionenfach Höher! Tatsächlich bewegen sich die in unserer Gemeinde gemessenen Werte nur knapp unter den Grenzwerten, die in der Schweiz Gültigkeit besitzen (45.000 μW/m²).

Von Entwarnung kann nicht die Rede sein. Im Gegenteil: Es ist gefordert, entsprechende Maßnahmen zu treffen, diese Belastung nicht noch höher werden zu lassen und geeignete Standorte außerhalb des Ortes zu finden.

Die gemessenen Werte im Vergleich zu den möglichen Schädigungen/Risiken, nach oben aufsteigend (die vorhergehenden Risiken addieren sich dazu):

  • Kindergarten Panoramastraße: > Baubiologische Empfehlung; > Veränderte Kalziumabgabe an das menschliche Gehirn; 900fach höher als die optimale Gewährleistung von D- und E-Netz
  • Jakobushaus: Wachstum von Hefezellen beinflusst
  • Kürräcker: Leicht oberhalb der EU-Empfehlung von 2001;
  • Ludwig-Uhland-Schule: Störungen Zellmembran
  • Silcherstr. 11: Kalzium-Ionen-Veränderung in der Zelle
  • Robert-Bosch-Str.: Unfruchtbarkeit
  • Kindergarten Lessingstraße: Motorik und Gedächtnisstörungen bei Kindern
  • Leintelstr. 40: DNA-Schäden/erhöhte Durchlässigkeit Blut-Hirn-Schranke
  • Gärtnerei Dürr: Neurologische Schäden
  • Landwirt Müller, Seestraße: Doppelte Zunahme von Leukämie bei Erwachsenen
  • Bahnhofstr/Lerchenstraße: Direkter Effekt auf Zellen
  • Benzstraße/Max-Eyth-Str.: knapp unter Schweizer Grenzwert

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